Zu dritt Karten spielen

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Viele Kartenspiele werden zu viert gespielt. Das ist auch sehr sinnvoll, denn so gibt es ausgeglichene 2-er Teams. Da die meisten Spiele mit 52 oder 32 Karten gespielt werden, geht der Kartenstapel perfekt auf. Außerdem lässt es sich zu viert leichter einen Kasten Bier und eine große Pizza aufteilen.

Aber was ist, wenn der vierte Spieler nun keine Zeit hat und mit seiner Seelenverwandten unterwegs oder im Urlaub ohne Internet abgeschnitten ist? Richtig, sie müssen improvisieren und neuen Spaß in guten Kartenspielen für 3 finden.

Sie müssen nur ein bisschen suchen und herausfinden, welches Spiel zu ihrer Gruppe passt. Es gibt zum Beispiel mehrere Spiele, die eigentlich für 4 Personen gedacht, allerdings auf ein Spiel zu dritt angepasst wurden, so gibt es eine Version von „Schnapsen“ für 3 Spieler.

Zudem sind da aber auch bekannte Kartenspiele, welche extra für 3 Personen entworfen wurden und schnell zu erlernen sind, wie zum Beispiel „Skat“.

Allgemein kann man zu dritt natürlich auch eine Reihe von Spielen ausprobieren, die nicht direkt an eine feste Teilnehmerzahl gebunden sind. „Kniffel“ oder „Mau- Mau“ können mit fast beliebig vielen Leuten gespielt werden.

Insgesamt gibt es also verschiedenste Spiele, welche aber unter den folgenden Gesichtspunkten klassifiziert werden können:

      • Individuelle Spiele – Jeder Spielt für sich selbst und bildet alleine sein eigenes Team.

     

      • Teamspiele – Im Spiel wird ein Spieler entweder reihum oder spielend ermittelt, welcher gegen die anderen beiden im Team antreten muss.

     

      •  Bankier-Spiele – Hierbei wird ein Spieler zum Bänker und spielt gegen die anderen beiden. Dieses Prinzip findet man häufig in Casino-Spielen, wird allerdings auch in normalen 3- und 2- Spieler Kartenspielen verwendet.

     

    Soweit so gut, aber was sind die meist gespielten und populärsten Spiele, die man zu dritt spielen kann? Nach einiger Recherche und Auswertung sind die folgenden Spiele die beliebtesten. Wir haben dabei die Casino-Spiele für einen anderen Artikel aufgehoben und hier bewusst weggelassen.

     

    Top- fünf Kartenspiele für 3 Spieler

1. Skat

In Deutschland als Nationalspiel bekannt, geht es bei diesem Stichspiel um die Sammlung der einzelnen Stiche. Es treten immer 2 Personen gegen die Dritte an, deren Kombination durch das sogenannte „Reizen“ ermittelt wird.

Der Sieger des Reizens spielt also ein Alleinspiel und bestimmt auch die Trumpffarbe. Skat wird zu dritt, kann aber auch zu viert gespielt werden, wobei der Kartengeber allerdings aussetzt. Jeder Spieler erhält 10 Karten aus einem 32er Kartendeck, der Alleinspieler darf mit den übrigen beiden Karten sein Deck aufbessern.

Alle Buben sind grundsätzlich Trumpf und haben einen höheren Wert als die Farbtrumpfe. Somit ergibt sich die Reihenfolge: Kreuz-Bube, Pik-Bube, Herz-Bube, Karo-Bube. Trumpf-Ass, Trumpf-10, Trumpf-König, Trumpf-Dame, Trumpf-9, Trumpf-8, Trumpf-7, Restliche Farbkarten.

Die Farbe, die vom Ausspieler zuerst gespielt wird, muss von allen anderen bekannt werden, sofern Sie die Farbe besitzen. Sollte die gegebene Farbe nicht vorhanden sein, kann eine beliebige andere Karte gelegt werden, allerdings gewinnt man den Stich dann nur noch mit einem Trumpf.

Beim anfänglichen Reizen schätzt man sozusagen den Wert seiner Karten ein und vergleicht sie mit den Werten der anderen Spieler. Dies geschieht durch das Abgeben von Geboten, ähnlich einer Auktion. Den maximalen Reizwert der Karten ermittelt man mit sogenannten Reiztabellen. Je nachdem wie viele und welche Buben man hat, sowie welche Farbe man spielen möchte, errechnet sich dieser Wert. Damit soll erreicht werden, dass der Spieler mit den besten Karten auch alleine spielt.

Neben dem klassischen Benennen einer Trumpffarbe ist es ebenso möglich, ein Nullspiel zu spielen, bei dem der Ansagende keinen Punkt erreichen darf, um zu gewinnen. Dieses Nullspiel kann auch mit offenen Karten also „ouvert“ gespielt werden, wodurch man mehr Punkte erreicht.

Außerdem besteht die Möglichkeit ein „Grand“ zu spielen, wobei nur die Buben Trumpf sind. Der Alleinspieler hat des Weiteren die Optionen den Skat, also die übrigen zwei Karten aufzunehmen und 2 Karten seiner Wahl in den Skat zurückzulegen, oder ein sogenanntes „Handspiel“ wobei der Alleinspieler den Skat nicht ansieht. Letzteres bringt natürlich mehr Punkte bei einem Sieg ein.

2. Mau Mau

Bei diesem, dem Spiel „Uno“ ähnlichen Kartenspiel geht es darum, als erstes seine Karten loszuwerden. Jeder Spieler erhält zu Beginn 6 Karten aus einem beliebig großen Kartendeck und versucht diese passend loszuwerden. Hierbei erhalten verschiedene Kartenwerte verschiedene Spieländerungen:

7- Der nächste Spieler in der Reihe zieht 2 Karten, der Effekt wird durch Legen weiterer 7er auf den jeweils nächsten Spieler übertragen
8- Der nachfolgende Spieler muss diese Runde aussetzen
Bube- Der Ausspielende darf sich eine Farbe wünschen und der Bube darf auf alles gelegt werden.

Wer die vorletzte Karte ablegt muss „Mau“ sagen und wer die letzte abwirft, um das Spiel zu beenden muss „Mau-Mau“ sagen. Sollte dies vergessen werden, muss der Spieler 1 bzw. 2 Karten als Strafe ziehen.

Mancherorts werden Zusatzregeln erhoben, wie zum Beispiel ein Richtungsumkehrer oder die Verwendung des Asses als Aussetzkarte. Diese Regeln können von jedem angenommen oder abgelehnt werden, offiziell sind diese jedoch nicht.

3. (Dreier-)Schnapsen

Wie beim klassischen Schnapsen, welches für 2 Spieler gedacht ist, werden auch bei dieser Erweiterung 20 Karten verwendet, wobei die Reihenfolge von oben beginnend wie beim Skat oder Doppelkopf Ass-10-König-Dame-Bube ist. Bei diesem Stichspiel gibt es also 120 Punkte plus 10 Punkte für den letzten Stich. Wer also 66 Punkte und somit über die Hälfte der möglichen gesammelt hat, gewinnt das Spiel.

Ausgeteilt werden jedem Spieler 6 Karten, und zwar erst 3 und dann nochmal 3. Die übrigen Karten werden in die Mitte, den sogenannten „Talon“ gelegt. Solange auf dem Talon noch Spielkarten liegen, kann jede Karte bei einem Stich gespielt werden. Sobald keine Karten mehr im Talon sind, muss die gespielte Farbe bzw. wenn dies nicht möglich ist, Trumpf gespielt werden.

Im Gegensatz zum normalen Schnapsen wird der Trumpf allerdings nicht durch Zufall mit der letzten Karte ermittelt, sondern vom links vom Kartengeber sitzenden Spieler nach Erhalt seiner ersten 3 Karten gewählt.

Sollte kein normales Spiel gespielt, sondern ein besonderes ausgerufen werden, so spielt der Ausrufende Spieler allein gegen die anderen beiden. Hierbei gilt: Je höher die Ausrufung bepunktet wird, desto mehr hat sie Vorrang vor den anderen. Einige Beispiele sind:

  1. Normalspiel – Je nach Spiel gibt es nach der Runde 1-3 Punkte für den Gewinner
  2. Bettler- Der Spieler versucht nicht einen Stich zu gewinnen, bei Erfolg gibt’s 4 Punkte
  3. Schnapser- Der Vorhänder gewinnt direkt drei Stiche und das Spiel – 6 Punkte
  4. Gang – Der Ausrufer macht alle Stiche, hierbei gibt es keinen Trumpf aber 9 Punkte
  5. Bauernschnapser – Ein „Gang“ vom Vorhänder, bei dem Trumpf aber gilt. 12 Punkte

4. Kniffel

Fast als Volkssport bekannt und in vielen Haushalten täglich gespielt ist dieser Brettspiel bzw Würfel- Klassiker auch für 3 Personen spielbar. Dank des Internets ist es sogar möglich Kniffel online zu spielen: gegen andere, gegen Freunde oder auch gegen den Computer.

Die Kniffel Regeln sind schnell erklärt: Ziel es mit 5 Würfeln ein möglichst gutes Resultat zu erzielen und die auf dem Kniffel-Zettel geforderten Würfe zu werfen. Hierbei kann jeder Spieler pro Zug drei Mal mit dem Würfelbecher würfeln und selbst entscheiden, welche Würfel behalten werden und welche erneut in den Becher kommen. Ein „Kniffel“, also 5 Mal dieselbe Zahl bringt dir mit 50 die meisten Punkte und ist ein großer Schritt für den Sieg.

Allerdings musst du auch darauf achten die große und kleine Straße bzw. diverse Pasche zu werfen. Sollte ein Wurf mal daneben gehen und keine der noch offenen Felder abdecken, muss eine Zeile gestrichen werden. Deshalb ist es zum Beispiel sinnvoll, die 1er Reihe nicht zu schnell einzutragen und lieber bis Spielende zu warten.

Generell gibt es einen Zettel mit Vorgaben der Würfe. Er ist in eine obere und eine untere Hälfte geteilt. Im ersten Teil kann man bei Erreichen von 63 Punkten zusätzliche Bonuspunkte dazugewinnen. Hier befinden sich lediglich die einzelnen Zahlen. Geht man also auf das Feld der 5er und schafft es in 3 Würfen insgesamt 4 Mal eine 5 zu haben, so trägt man in diesem Fall 20 als Augenzahl aller 5er ein.

Die untere Hälfte beinhaltet neben den oben angesprochenen Feldern noch das „Full-House“ und die „Chance“. Dieses letzte Feld ist wichtig, da es einen Freiversuch darstellt bei dem lediglich die Augen aller gewürfelten Würfe gezählt werden. Gerade die Felder 1er und Chance werden meist bis zum Schluss behalten und bei etwaigen Fehlern verwendet, um sich entweder oben den Bonus zu sichern oder keinen hoch bepunkteten Pasch streichen zu müssen.

Gewonnen hat am Ende der Spieler mit den meisten Punkten. Mit einkalkuliert werden sollte die Möglichkeit im letzten Wurf einen Kniffel zu versuchen.

5. 66

Wie der Name schon vermuten lässt, ist es das Spielziel als erstes 66 Punkte mit Stichen und Meldungen zu erreichen. Grundlegend ist das Spiel eng mit dem Spiel „Schnapsen“ verwandt, welches allerdings populärer in Österreich ist.

Es gibt allgemeine Regeln, doch nicht Mal der „66 Research Circle“ aus Paderborn (Woher auch das Spiel stammt), konnte eine einheitliche Regelung bis ins Detail finden.

Gemeinsam haben alle Spielversionen lediglich die Grundform. Diese Grundform ist die gleiche wie bei „Schnapsen“, mit folgenden wichtigsten Änderungen:

  • Bei „66“ werden 24 Karten verwendet, die 9er kommen also hinzu (Wert=0)
  • Wenn der Talon aufgebraucht ist, kann man nicht mehr melden
  • Ein Unentschieden ist möglich, es gewinnt dann nicht automatisch der letzte Stich
  • Man kann den Talon vor und nach dem Ziehen decken
  • Der Gewinner des Spiels ist der Geber der nächsten Runde
  • Die Spielpunkte werden ab 0 nach oben gezählt bis 7

Fazit

Zusammenfassend lässt sich sagen, ob schwer oder leicht, ob langwierig oder kurzweilig, bei dieser Sammlung ist bestimmt für jeden etwas dabei. Wollen sie variabel sein und wahlweise mit 3, 4 oder mehr Spielern loslegen wollen, so ist „Kniffel“ vermutlich die beste Wahl.

Sind sie ein festes 3-er Team, welches regelmäßig spielt, so lohnt sich „Skat“ womöglich am meisten. So oder so können sie mit diesen Spielen das ganze Spektrum der Kartenspiele ausnutzen.


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